Französisches Grabungsteam in Begram

Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges begann ein französisches Forschungsteam unter Leitung von Joseph Hackin Ausgrabungen bei einem Dorf namens Begram. Man vermutete, dass dieser Platz der Sommerresidenz der Kuschan-Könige gewesen sei.

Die Ausgräber fanden zwei Kammern mit zugemauerten Eingängen. Unter einer dicken Schuttschicht lag der Inhalt der Räume verborgen, die sich bald als Schatzkammern entpuppten.

Schätze aus aller Herren Länder

Was Hackin und sein Team entdeckt hatten, löste eine Sensation aus. Vorsichtig legten sie eine Sammlung wertvoller Gegenstände frei, die aus aller Herren Länder den Weg in die Schatzkammern der Kuschan-Herrscher gefunden hatten: aus Indien kamen prunkvolle Möbel mit üppiger Elfenbeinverzierung, aus China wurden Lackgefäße importiert, Straußeneier aus Afrika. Aus dem römischen Kulturkreis kamen exquisite Luxusgläser, Erzeugnisse aus Bronze und Modellvorlagen aus Gips.

Auf dieser Website geht es um die römischen Gläser und Gipsabgüsse, die hier in einzigartiger Vielfalt und Qualität erhalten sind

Die Funde wurden zwischen Kabul und Paris aufgeteilt. Im Musée Guimet ist ein Teil der Stücke ausgestellt. Das Museum von Kabul wurde leider mehrfach geplündert.